Gschichtl

Zu gern würden wir sagen, dass wir – ähnlich wie das Universum – aus Sternenstaub entstanden sind. Die wahre Story ist zwar trivialer, aber genauso zauberhaft:
 
2014 wurde Fredi – die damals Soziologiefeste veranstaltet hat, ohne eine Ahnung zu haben, was sie macht – vom Loft gefragt, ob sie nicht etwas Eigenes starten möchte. Sie hörte kein Techno, sondern Goa, wie jeder gscheite Sozi-Studierende. Bares oder Kontakte zu DJs waren ihr fremd, also wollte sie es erst sein lassen. Aber die holden SozYOLOgie-DJ-Ritter Marcel (tetra.pak) und Thomas (thomas manhart) sprachen ihr gut zu und ließen Techno-Partys Veranstalten so wirken, als wäre es das Einfachste der Welt. Ihre Motivation waren aber nicht so sehr süße Worte von hübschen Boys, sondern die Tatsache, dass es keine ihr bekannten Frauen im Biz gab und auch – was sie als Musikjournalistin und Tochter eines Fast-Musiker-Vaters wusste – die schrecklichen Bedingungen, denen KünstlerInnen trotzen mussten. So entstand die erste Party am 9.10.2014 im Wiener Loft: Es spielte Techno, dann Goa, dann Techno, dann Goa. Das fanden manche Gäste nicht wirklich gut. Die Afterhour im Queensclub mit einer Stripperin dafür umso mehr.
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Und so entwickelte sich hausgemacht: Zuerst halfen Freunde aus, DJs wie Oliver Gruen und Ni Nek kamen als rettende Musikbringer dazu und Goa war bald kein Lieblingsgenre von niemanden mehr. Nach zirka einem halben Jahr fand das erste Casting statt: Mit ganzen zwei Bewerbern. Dan Bog stieß dazu und bald gesellte sich Mas Maris in unsere Reihen. Und bis heute werden mit Hilfe von Castings MusikantInnen gesucht und auch gefunden. Da Castings sowieso so super funktionierten und die Familie mit illustren Menschen bereicherten, suchte man auch für anderen Hauptbereiche hausgemachts: Grafik (Adieu Paint!), Organisation (Das Hirn des Kollektivs) und die Glitzer Gang (Die gute Seele). Stets zwischen den Castings: Bangen, Angst und harte Arbeit.
hausgemacht zahlt nur die DJs und VJs. Der Rest des Abenderlöses geht in eine gemeinsame Kassa, um für potenziell schlechte Partys oder einen gemeinsamen Ausflug ausgegeben zu werden. Wir finden nämlich, dass Geld vieles kaputt macht und man mehr Herz reinstecken kann, wenn keine Münzrollen im Raum sind. Den finanziellen Druck möchten wir auch unseren GästInnen nehmen: Bei den meisten Partys gibt es eine Möglichkeit, billiger reinzukommen. Meistens mit einem waachen Motto!
 Die heute 39-köpfige hausgemacht-Crew ist befreundet, geht zusammen saufen und kollektive Partys sind immer ein Highlight für alle. Dass wir uns so gut verstehen und mögen, liegt an der gemeinsamen Motivation, freshe Dinge in Wien anzubieten und sein waaches Seelentier frei rumlaufen zu lassen. Wo es in Wirklichkeit hingeht, steht in den Sternen. Geplant ist ein Kunst- und Kulturverein zu werden und eventuell ein liebes Kämmerchen als Vereinsraum zu finden. Gerade finden viele die Sex Positive-Raves entzückend, also liegt der Fokus mal auf denen. Aber das kann sich ändern, wie die Farbe eines Moodrings im Kühlschrank – dann machen wir eben was anderes. Unsere Webseite ist auch ein Projekt und wir versuchen nebenbei, unser Instagram-Game upzusteppen. Wie auch immer, wir sind selbst gespannt, wohin die Reise gehen wird. Alles, was sich gut anfühlt, wird willkommen geheißen und verwirklicht.
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